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 Kursheft 2020

 

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CEREC Primemill - die neue Schleifmaschinengeneration

 

CEREC Primemill - die neue Schleifmaschinengeneration

Die CEREC Primemill von Dentsply Sirona wurde am Freitag, den 24.1. 2020 der Welt vorgestellt. Sie passt sich optisch sehr gut der CEREC Primescan an.

Doch was steckt dahinter?

Vier grundlegende Verbesserungen werden von Dentsply Sirona versprochen: Schnelligkeit, Präzision, Komfort und Vielseitigkeit.

Ich hatte die Möglichkeit, diese in den letzten Monaten ausgiebig zu testen und zu bewerten.

 

Äußerlich fällt einem langjährigen CEREC Anwender die harmonisch gerundete Form und die neue Klappe auf. Diese ist jetzt mit einer Druckfeder ausgestattet und macht einen sehr stabilen Eindruck. Zusätzlich zeigt ein LED-Leuchtstreifen den Fortschritt des Verarbeitungsprozesses an. Die Schublade ist größer und kompakter als bei der CEREC MCXL, der Tank einfacher zu handhaben und auch sonst ist alles darin gut und einfach in einem Modul untergebracht. Die Dreiteilung wie bei der CEREC MC XL ist aufgehoben.

 

Zur Schnelligkeit: Das Feature, das zunächst am meisten Beachtung gefunden hat.

Bei 100 µm Randverstärkung fräst die CEREC Primemill Zirkonoxidkronen im Superfast- Modus in unter 5 Minuten. Auch Restaurationen aus Lithiumdisilikaten, die im Schnellschleifprozess hergestellt werden, können Schleifzeiten von deutlich unter 6 Minuten erreichen. Das wird möglich durch die neue Technik im Parallelschleif- bzw. Fräsverfahren.

 

Hier sind einige Vergleiche nach Klick auf Start in der CEREC SW. Bei der CEREC MCXL inkl. Touch, da er dort nicht entkoppelt werden kann, bei der CEREC Primemill bereits Pre-touched.

 

 

Vergleichsbeispiele für Lithiumdisilikat Restaurationen

 

Zeiten in Minuten

Lithiumdisilikat

Primemill

MCXL

FINE

 

 

Krone

9:31

11:52

Inlay

9:14

11:54

Veneer

9:45

13:23

Meso

13:19

15:35

FAST

 

 

Krone

5:03

9:18

Inlay

3:50

8:42

Veneer

5:15

Nicht möglich

Meso

7:08

Nicht möglich

 

 

Beeindruckend bei dieser Schnelligkeit ist die Präzision. Oberflächen werden präzise und extrem detailliert wiedergegeben, selbst im Schnellmodus. Die Ränder sind glatt und ohne Ausbrüche.

 

CEREC Primemill - die neue Schleifmaschinengeneration

 

Feinste Oberflächendetails werden im Fine-Modus herausgearbeitet. Eine Nachbearbeitung ist nicht mehr notwendig.

 

 

Das zeigte sich in den vielen gefertigten Restaurationen zuverlässig immer wieder.

Mikroskopische Aufnahmen von Josef Kunkela (Jindrichuv Hradec, Tschechien) beweisen es eindrucksvoll. Er zeigt dazu faszinierende Bilder mit Passgenauigkeiten auf bis zu 20µm - weniger dürfen es auch nicht sein, da sonst keine perfekte Verklebung mehr möglich ist.

Für okklusale und approximale Details steht ein neues Fräswerkzeug mit 0,5 mm Spitze zur Verfügung, mit dem feinste Fissuren und Approximalbereiche in Brückengliedern ausgearbeitet werden können. In diesem Modus steht die Präzision im Focus, die Schnelligkeit ist jedoch reduziert.

 

Zum Komfort gibt es Vieles zu berichten.

Der integrierte 7-Zoll Touch-Bildschirm führt den Anwender selbsterklärend durch den Arbeitsablauf. Die Bedienung der Maschine ist einfacher delegierbar, weil Fehler sofort anzeigt werden. Im integrierten Rechner ist der gesamte Workflow abgebildet.

Servicemitarbeiter können ohne Umweg über die Aufnahmeeinheit direkt auf der CEREC Primemill das Service- und Diagnoseprogramme aktivieren, ein Remotezugriff ist ebenfalls möglich.

Das neue RFID Tool Management System dient der sicheren Administration aller Schleif- und Fräswerkzeuge. Sie werden dadurch eingelesen und sofort erkannt, ob sie für den entsprechende Schleifmodus richtig sind. Die Daten sind auf einer farblich markierten Kappe an einem Ende des Werkzeuges integriert, das an das Farbkonzept der inLab MC X5 adaptiert ist (gelb- Zirkon, Schwarz- Multifunktion, rot - PMMA und grün- Titan). In dem Chip sind nur die Daten des Instrumentes hinterlegt: Hersteller, Typ, Lot-Nummer, Länge usw. Die Nutzung des Werkzeuges selbst ist jedoch in der Maschine gespeichert bzw. auch ab Oktober 2020 im Hub.

 

Die Kapazität und Restlebensdauer des einzelnen Werkzeuges wird in Prozenten angegeben und errechnet sich als Summe der einzelnen Nutzungsprozesse (Größe der Restauration, Material). Wenn während eines Schleif- oder Fräsprozesses die berechnete Lebensdauer auf Null geht, wird der Prozess nicht abgebrochen, sondern noch zu Ende ausgeführt. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber der CEREC MC XL, bei der ein geforderter Werkzeugwechsel zur Unterbrechung des Schleifvorganges führt.

Beim Wechsel wird genau angezeigt, wohin der jeweilige Fräser oder Schleifer gehört. Ein falsches Einsetzen ist praktisch nicht mehr möglich. Die Position der Motoren ist durch einen Tool Managing Prozess derart geführt, dass die Motoren, verglichen mit der CEREC MCXL in eine neue Position fahren, so dass man sich nicht mehr an eingesetzten Schleifern und Fräsern verletzen kann.

In der CEREC Primemill gibt es einen integrierten Blockscanner, der den aufgebrachten Data Matrix Code des einzelnen Blockes einliest und sofort alle Informationen über Hersteller, Material, Blockgröße, Farbe und bei Zirkonoxid den Vergrößerungsfaktor berücksichtigt. Viele Blöcke sind zurzeit noch nicht mit einem Data-Matrix Code versehen. Bis dahin kann man leicht in der Menüführung die Auswahl aufrufen und die Blockinformation manuell eingeben.

Insgesamt ist die CEREC Primemill bei den meisten Anwendungen sehr viel leiser, dennoch ist sie nicht geräuscharm und sollte im Falle einer Aufstellung im Behandlungsraum doch eher noch von außen gedämpft werden. Leider passt sie nicht ganz in den Kappler Schrank für die CEREC MC XL.

 

Beim Trockenfräsen von Zirkonoxid entsteht feiner Staub. Durch einen Lufteinlass und zwei Absaugöffnungen wird eine nach hinten gerichtete Luftwalze erzeugt, die den Staub sehr stark verwirbelt und gleichzeitig abzieht, denn nur der Staub, der in der Luft ist, kann eingesaugt werden. Wenn Partikel erst einmal zu Boden gesunken sind, lassen sie sich nicht mehr einsaugen. Am Ende des Fräsvorganges sind dadurch meist nur größere Partikel in der Bearbeitungskammer. Mit einem an der Saugeinheit angebrachten Schlauchadapter lässt sich die Schleifkammer wieder schnell säubern. Auch die Abrundungen im Inneren der Bearbeitungskammer vereinfachen das . Der im Anschluss durchzuführende Nassreinigungsvorgang der CEREC Primemill braucht ca. 2 Minuten.

Der Schleifmittelzusatz Dentatec wird weiterhin benötigt.

Der Wassertank der Schleifeinheit wurde modifiziert, das Wasser kann nun vollständig vom Deckel einlaufen.

Unter dem Sieb in der Bearbeitungskammer ist der Abfluss nun deutlich größer. Bei der CEREC MC XL kam es insbesondere durch die Schaumbildung bei der Verarbeitung von PMMA zu Verstopfungen und zum Überlaufen der Bearbeitungskammer. Das wird jetzt durch den vergrößerten Abfluss verhindert.

Die großen Blöcke wie z.B. der inCoris TZI C maxi M werden nun mit kurzen Blockhaltern ausgeliefert. Die langen Schäfte passen nicht mehr in die Primemill, die neuen Kurzen jedoch in die CEREC MC XL, wenn auch möglicherweise nicht so stabil. Die Durchmesser der Blockhalter sind mit 6mm und 10mm unverändert.

 

Das kinematische Grundkonzept der CEREC Primemill ist im Prinzip geblieben wie bei der MCXL. Neu ist allerdings der parallele Fräsprozess.

Das CAM Framework (Schleif- /Frässoftware ) ist neu entwickelt worden und wird mit der CEREC Software zusammengeführt, so dass beide Weiterentwicklungen aufeinander abgestimmt werden müssen. Das Firmwareupdate läuft komplett in der CEREC Primemill , ebenso die Servicesoftware. Diese kann dabei autark die Maschine ansteuern und kann auch bei Fehlern von extern gewartet werden. Anschließbar ist die CEREC Primemill mit LAN Kabel direkt an die Praxis-IT Infrastruktur, z.B. den Praxisrouter. Die CEREC Aufnahmeeinheit überträgt die Schleif- und Fräsjobs per WLAN an den Router. Von dort werden sie an die CEREC Primemill weitergeleitet. Das CEREC-Funkmodul wird für die CEREC Primemill aufgrund der großen Datenmengen nicht empfohlen.

 

Die hohe Präzision und feinere, verbesserte Oberfläche werden u.a. durch eine höhere Unterteilung der Einzelschritte der Schrittmotoren erreicht. Diese Einzelschritte (Vollschritte) werden durch die Teilung der Encoder-Scheiben auf den Wellenenden der Motoren vorgegeben.  

Bei der MCXL wurden diese Vollschritte in 1/8-Schritte geteilt, bei der Primemill in 1/64. Dadurch ergeben sich für die Kurvenbahnen der Rotationsbewegung und die Vorschubbewegung der Linearachsen eine 8-fach höhere Auflösung der Primemill gegenüber der MCXL.

 

Im Superfast-Modus werden beide Motoren parallel gesteuert, man benötigt dann auf beiden Seiten identische Werkzeuge, sogenannte Twins. Alle Achsen werden dabei so bewegt, dass sowohl der linke als auch der rechte Motor auf derselben Bahn auf das Werkstück trifft. Weil der leichte Andruck von beiden Seiten erfolgt, wird das Werkstück sehr stabil gehalten, und erlaubt damit eine hohe Geschwindigkeit.

Die Fräsbahnen werden entsprechend dem Design der Restauration berechnet. Wenn man noch detailliertere Fissuren sowie interdentale Bereiche bei Brücken mit dem Superfine Modus erzeugen möchte, wird eine höhere Datendichte übertragen, was naturgemäß zu Lasten der Herstellungsgeschwindigkeit geht.

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Kombination aus Präzision und gleichzeitiger Schnelligkeit exzellent gelungen ist. Die Bedienbarkeit ist selbsterklärend, besser delegierbar und fehlervermeidend. Die Vielfalt der verwendbaren Materialien wird im Laufe des Jahres erweitert werden, jedoch sind schon jetzt die möglichen Materialien in ihrer Kombinierbarkeit mit den verschiedenen Modi überzeugend.

 

Claudia Scholz, Kiel

 

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Quelle: CEREC Primemill - die neue Schleifmaschinengeneration • (Stand: 11.08.2020 00:31)
https://www.dda.berlin/de/Aktuelles/Neues-aus-der-Industrie-30120/CEREC-Primemill-die-neue-Schleifmaschinengeneration.html